Startseite
Langeoog
Carolinensiel
Service
Museum
Werkstatt
Unikatschmuck
Schmuckverkauf
Nordseebernstein
Schleifkurse
Termine Schleifkurs
Der Bernsteinwald
Insektensteine
Kontakt
Anfahrt
Wetter Esens
Gästebuch
 





Den Standort dieses Waldes des Baltischen Bernsteins nimmt man im Eozän in üppigen Wäldern Skandinaviens im Gebiet des Bottnischen Meerbusens in Mittelschweden bis Finnland und eventuell auch in Teilen der mittleren und nördlichen Ostsee an. Die genaue Zeitspanne, der genaue Standort und die Größe des Bernsteinwaldgebietes sind jedoch nicht bekannt.

Der Wald des Baltischen Bernsteins bestand hauptsächlich aus Koniferen, Palmen und Eichen, daneben auch aus Buchen, Ulmen, Kastanien, Weiden, Zimtbäumen und Ölbäumen sowie Pilzen, Moosen und Flechten.Es herrschte ein warmes bis subtropisches Klima. Die mittlere Jahrestemperatur zu dieser Zeit betrug etwa +20 Grad und gleicht damit der des heutigen Nordafrikas oder Südchinas.Der Wald war einer Vielzahl von schädigenden Naturangriffen ausgesetzt. Stürme knickten Bäume ab, Blitze sprengten die Rinde und Astwurf schädigte die Borke benachbarter Bäume.Zahlreiche pflanzliche Parasiten sowie eine Vielzahl von Insekten schädigten das Holz. Um die Wunden zu verschließen , produzierten verschiedene Laub und Nadelbäume Harze.

Viele Insekten die in dem Wald lebten kamen mit dem klebrigen Harz in Berührung und wurden so in ihr goldenes Grab eingeschlossen. Die meisten Lagerstätten und Vorkommen des Baltischen Bernsteins, befinden sich heute nicht an der Stelle, wo ehemals die Harze entstanden sind. Der Baltische Bernstein konnte jedoch nur bis heute überdauern wenn er unter Luftabschluß kam.Es bildeten sich Laub und Erdschichten, Flüsse traten über ihr Ufer und das Meer überflutete dem Waldboden sodass der Bernstein nicht mehr verwittern konnte. Der Bernstein wurde so an anderen Stellen wieder abgelagert.Vor ca 20 Tausend Jahren mit Beginn der Eiszeit fand wieder ein Transport des Bernsteins statt.

Die Gletscher drangen von Norden in Richtung Süden und nahmen alle Erd und Gesteinsschichten auf ihre Reise mit. Auch der Bernstein wurde so mitgenommen und an anderen Stellen wieder abgelagert.Der Bernstein wurde als Geschiebe und Gesteins- und Sandschuttmassen bis in das norddeutsche Flachland transportiert.Umlagerungen des Bernsteins finden auch  heute noch  statt.Die Meeresbrandung und Stürme lösen den Bernstein aus dem Meeresboden und tragen ihn ins Meer.Da das fossile Harz mit seiner Dichte kaum über der des Meerwassers liegt, kommt er sehr leicht ins Schweben und kann auch über weitere Entfernungen transportiert werden.Bei günstigen, auflandigen Winden, vor allem in Sturmnächten der kälteren Jahreszeiten, kann er dann wieder an den Strand gespült werden, wo er seit Jahrtausenden gesammelt wird. Er liegt an den Stränden im sogenannten "Sprockholz" , dem Spülsaum aus Holz- und Braunkohleresten,Muschelschalen usw...



 
Top